Fragen und Antworten zu wunden und schmerzenden Brustwarzen
1. Sind schmerzende und wunde Brustwarzen normal?
Nein! Stillen tut nicht grundsätzlich weh, es ist kein „Opfer“, das Sie für Ihr Baby bringen müssen. Stillen ist für Sie und Ihren Säugling eine schöne, verbindende Erfahrung, die Ihr Kind optimal ernährt und ihm Sicherheit gibt, die aufregende Welt zu erkunden. Dennoch hat die Mehrheit der Frauen am Anfang zumindest leichte Schmerzen und ein Drittel klagt über wunde Brustwarzen. Zum einen ist die Beanspruchung des empfindlichen Brustwarzengewebes Ursache für Schmerzen und Wundsein. Hier kann HPA® Lanolin dabei helfen, das Gewebe geschmeidig und weich zu halten. Für größere Schmerzen und Verletzungen kann u.a. eine falsche Anlegetechnik verantwortlich sein – schließlich müssen Sie und Ihr Baby erst lernen, wie das Stillen am besten klappt! Fragen Sie Ihre Stillberaterin oder Hebamme nach entlastenden Stillpositionen. HPA® Lanolin unterstützt die Wundpflege und schützt das zarte Brustwarzengewebe. Wenn Sie nicht sicher sind, wo in Ihrer Nähe eine Stillberatung ist, finden Sie Links am Ende des Kapitels „Schutz & Pflege“.
2. Was kann man gegen wunde Brustwarzen tun?
Überprüfen Sie das Anlegen des Babys mit Hilfe Ihrer Stillberaterin oder Hebamme. Ihr Baby sollte einen großen Mund voll Brust nehmen, die Zunge des Babys liegt dabei unter der Brustwarze. Das Verändern der Stillposition und häufiges Anlegen können helfen. Die Brust sollte nie zu voll sein, damit dem Baby das Erfassen der Brustwarze nicht unmöglich oder schwer gemacht wird. Beginnen Sie mit der Brust, deren Brustwarze weniger wund ist, und zwar so lange, bis die Milch einschießt, um dann das Baby an der zweiten Brust anzulegen. So oft es Ihnen möglich ist, tragen Sie die wunde Brust offen, vermeiden Sie BH und enge Kleidung.
Die meisten Mütter erfahren durch das Auftragen von HPA® Lanolin nicht nur eine sofortige Erleichterung, sondern auch langfristig Schutz und Pflege. HPA® Lanolin unterstützt die feuchte Wundheilung, welche den Heilungsprozess trockener und rissiger Haut beschleunigt.
3. Was tun bei Folgeerscheinungen von wunden Brustwarzen, z.B. Milchstau und Mastitis?
Wunde Brustwarzen sind nicht nur schmerzhaft, die rissige Haut stellt eine Pforte für Bakterien dar, die zu einer ernst zu nehmenden Entzündung der Brustdrüsen, einer Mastitis, führen können. Es gibt einiges, was Sie im Vorfeld tun können, um die Gefahr eines Milchstau oder sogar einer Mastitis abzuwenden. Wir haben zu diesem Problem ein Themenblatt entwickelt, das Sie hier ansehen und herunterladen können.
4. Darf ich mit einer Mastitis (Brustdrüsenentzündung) weiterstillen?
Infizierte wunde Brustwarzen – erkennbar an gelblichen, eitrigen Belägen – werden in vielen Fällen mit einem staphylokokken-wirksamen Antibiotikum behandelt. Diese Behandlung ist kein Grund zum Abstillen, Ihr Arzt kann Ihnen ein stillverträgliches Medikament verschreiben – sprechen Sie ihn zusätzlich gezielt darauf an. Die Brustwarzen können mit HPA® Lanolin gepflegt werden, damit keine weiteren Bakterien eindringen und die rissige Haut schnellstmöglich wieder geschmeidig wird. Auch mit entzündeten Brustdrüsen ist Weiterstillen möglich, weil Ihr Baby zum einen mit seinem Kinn Ihre Brust massiert und sie außerdem entleert und die Spannung nimmt.
5. Was ist Lanolin eigentlich?
Lanolin (Wollwachs) wird aus der geschorenen Wolle von Schafen gewonnen. Es wird aus ihren Talgdrüsen abgesondert und schützt das Fell vor Witterungseinflüssen. Dieses Naturprodukt besteht aus unzähligen Wachsestern, zu deren Grundbausteinen eine ganze Reihe von Sterolen (z.B. Cholesterol) und Fettsäuren gehören. Die Ähnlichkeit des Lanolins mit Bestandteilen der interzellulären Lipide der menschlichen Haut lässt vermuten, dass Lanolin-Moleküle sich sehr leicht in die Lipidstrukturen des Fettgewebes der Haut einfügen.
Die hautregenerierenden Eigenschaften von Lanolin sind seit 2000 Jahren bekannt. Es verringert die Rauigkeit der Haut durch seine wasserspeichernden Fähigkeiten. Zudem bildet Lanolin eine halbdurchlässige, wachsartige Feuchtigkeitsbarriere auf der Haut. Es ist damit ideal geeignet, um so genannte „feuchte Wundheilung“ zu unterstützen. Die ohne bzw. mit weniger Schorfbildung stattfindende Zellneubildung des zerstörten Hautgewebes erfolgt schneller als bei der trockenen Wundheilung. Die Haut wird dabei von innen heraus rehydriert.
6. Was versteht man unter dem Prinzip der feuchten Wundheilung?
Bei der feuchten Wundheilung wird statt eines trockenen Wundverbandes eine feuchtigkeitsspendende bzw. -bindende Wundabdeckung verwendet. Wunden heilen in einer „feuchten Umgebung“ schneller. Damit ist die Feuchtigkeit von innen und auf keinen Fall Nässe von außen gemeint. Es bildet sich weniger Schorf und die Neigung zu Narbenbildung ist geringer als bei Wundheilung in einer trockenen Umgebung. Das Ziel einer feuchten Wundheilung ist es, ein ideales Wundheilungsmilieu durch Schutz der Wunde vor Austrocknung und eindringenden Keimen zu schaffen, außerdem einen ungehinderten Austausch von Gasen und Wasserdampf zu gewährleisten. Die feuchte Wundheilung ermöglicht es der Haut, die benötigte Feuchtigkeit aus dem Inneren des Körpers zu beziehen. Dadurch wird ein schnelles Abheilen ohne Bildung von harten Krusten oder Schorf erleichtert. Das Prinzip der feuchten Wundheilung rückt in der klinischen Wundtherapie immer stärker in der Vordergrund und verdrängt die trockene Wundheilung.
7. Wann wird die Anwendung von Lansinoh HPA® Lanolin empfohlen?
Lansinoh HPA® Lanolin Salbe pflegt, beruhigt und schützt wunde Brustwarzen stillender Mütter. Setzen Sie HPA® Lanolin bei ersten Reizungen der Brustwarze ein. Empfindliche oder trockene Brustwarzen können Sie bereits vor dem Stillbeginn pflegen. HPA® Lanolin wird durch einen schonenden Herstellungsprozess hoch aufgereinigt und muss vor dem Stillen nicht entfernt werden, weil es so rein ist. Es ist absolut hautverträglich und völlig unschädlich für Babys, die beim Stillen regelmäßig geringe Mengen des Produktes schlucken. Lansinoh HPA® Lanolin ist hypoallergen, kann also sogar dann eingesetzt werden, wenn Sie oder Ihr Baby auf Wolle und Wollfett allergisch reagieren.
Reinheitsgarantie
Lansinoh HPA® Lanolin Salbe ist das weltweit am strengsten kontrollierte Lanolinprodukt zur Pflege wunder Brustwarzen, das einen extrem niedrigen Gehalt an freien Lanolinalkoholen von maximal 1,5 % garantiert. Jede Charge wird zudem auf Pestizid- und Waschmittelrückstände kontrolliert. Das Produkt ist frei von jeglichen Zusatzstoffen und erhält weder Antioxidationsmittel noch Konservierungsstoffe. Lansinoh HPA® Lanolin erhält seine helle Farbe durch eine schonende Verarbeitung unter niedrigen Temperaturen, nicht durch chemisches Bleichen.
8. Soll ich erst einmal abwarten, ob die wunden und schmerzenden Brustwarzen von alleine abheilen?
Nein, warten Sie auf keinen Fall ab, sondern holen Sie sich so schnell als möglich Beratung von einer Hebamme oder Stillberaterin. Sie wird Ihnen viele Tipps und eine gute Anleitung für Stillpositionen geben, die Ihnen das Stillen erleichtern. Zum Schutz und zur Pflege wenden Sie zusätzlich bereits bei den ersten Reizungen der Brustwarze HPA® Lanolin an. Tagen Sie eine erbsengroße Menge mit sauberen Händen auf die Brustwarze und den gesamten Brustwarzenbereich auf.
9. Viele empfehlen mir Brustwarzensalbe auf pflanzlicher Basis – sind diese genauso gut zur Pflege wunder und schmerzender Brustwarzen geeignet?
Vielen Stoffen wird eine hautpflegende und schützende Qualität nachgesagt. Bei Brustwarzensalben muss man beachten, dass sie regelmäßig in kleinen Mengen vom Baby mit aufgenommen werden. Da hilft es auch nicht, die aufgetragene Salbe vor dem Stillen abzuwaschen, da der Schutzeffekt dann verloren ginge. Die Schwierigkeit besteht darin, eine sinnvolle Pflegesubstanz für die Brustwarze zu finden, die sowohl geruchs- und geschmacksneutral ist als auch problemlos vom Baby geschluckt werden kann. Denn das Baby soll in seinen ersten Lebenswochen so wenig Fremdstoffe wie möglich schlucken, dabei soll es die Mutter und die Muttermilch schmecken und Mamas Haut riechen und mit nichts anderem in Verbindung bringen. Brustwarzensalben, die vom Baby beim Trinken mit aufgenommen werden, enthalten idealerweise keinerlei Antioxidantien, Konservierungsmittel, Chemikalien, Parfüme, Mineralöle (Vaseline, Paraffin) oder Nussöle, Kräuteressenzen oder Alkohol. HPA® Lanolin ist ein natürlich reines, hypoallergenes Produkt ohne jeglichen Beigeschmack, das vom Baby bedenkenlos geschluckt werden kann.
10. Ist die Wirksamkeit von HPA® Lanolin jemals bewiesen worden?
Ja! Im November 2010 erschien im dermatologischen Fachblatt „Skin Pharmacology and Physiology“ eine Studie, die die Wirksamkeit von Muttermilch und HPA® Lanolin bei wunden und schmerzenden Brustwarzen untersucht hat (hier mehr zur Studie lesen). Die Studie kam zu dem Ergebnis, dass derzeitige Empfehlungen zur Behandlung wunder Brustwarzen zugunsten von HPA® Lanolin abgeändert werden sollten. Dazu ist auch ein Fachartikel im Magazin „Die Hebamme“ erschienen. Diesen Artikel können Sie hier lesen.
11. Darf Lansinoh HPA® Lanolin auf offenen Wunden aufgetragen werden?
Ja, Lansinoh HPA® Lanolin darf auch auf wunde, aufgerissene Brustwarzen und oberflächlich verletzte Haut aufgetragen werden. Die Textur des Lanolins wirkt wundabdeckend und vermindert die Entwicklung von Keimen und die Schorfbildung.
12. Wie wende ich Lansinoh HPA® Lanolin richtig an?
Verwenden Sie Lansinoh HPA® Lanolin nach jedem Stillen oder nach Bedarf.
Waschen Sie sich vor der Nutzung die Hände. Tupfen Sie Ihre Brustwarze mit einem sauberen Stoff oder Tuch trocken.
Erwärmen Sie eine erbsengroße Menge Lansinoh HPA® Lanolin zwischen Ihren Fingern. Tragen Sie die geschmeidig gewordene Salbe behutsam auf Ihre Brustwarze und den gesamten Brustwarzenhof auf. Wenn Sie möchten, können Sie noch ein wenig Salbe in die Stilleinlage geben. Wiederholen Sie das Auftragen von Lansinoh HPA® Lanolin für Ihre andere Brustwarze, wenn Sie mit dieser Brust auch gestillt haben.
Lansinoh HPA® Lanolin muss vor dem Stillen nicht abgewaschen werden!
Übrigens: Lagern Sie Lansinoh HPA® Lanolin bei Raumtemperatur - je wärmer die Tube ist, desto leichter lässt sich die Salbe herausdrücken und auftragen.
Weitere Anwendungsbereiche von Lansinoh HPA® Lanolin finden Sie in Frage 16!
13. Darf ich Lansinoh HPA® Lanolin bereits in der Schwangerschaft auf meine Brustwarzen auftragen?
Entscheiden Sie selbst, ob Sie HPA Lanolin jetzt schon verwenden möchten. Oft ist es noch nicht nötig, aber manchmal kann es helfen. Ist Ihre Brustwarze trocken? Spannt dort die Haut oder ist sie empfindlicher? HPA® Lanolin macht die Haut geschmeidig und hilft, sie so auf das Stillen vorzubereiten.
Der Körper verändert sich ganz erheblich während einer Schwangerschaft. In Brüste werden größer und spannen häufig. Auch die Brustwarze verändert sich und kann spannen. Selbst die Milchproduktion startet bereits vor der Geburt des Kindes. Bestimmte Hormone verhindern allerdings, dass die Milch jetzt schon austritt.
14. Sollte ich meine Brustwarzen durch Abhärtung auf das Stillen vorbereiten?
Brustwarzen müssen nicht „abgehärtet“ werden. Sie begünstigen wunde Brustwarzen eher, wenn Sie sie mit Bürsten, Tüchern oder durch Zupfmassage abhärten wollen. Viel wichtiger ist, dass das Brustwarzengewebe geschmeidig gehalten wird, während Sie stillen. Weiche, intakte Haut hält das Ziehen, Festhalten und Saugen Ihres Babys deutlich gelassener aus als trockene Haut.
15. Ich reagiere allergisch auf Lanolin, kann ich tatsächlich Lansinoh HPA® Lanolin verwenden?
Ja, das können Sie. Es ist extrem unwahrscheinlich, dass Sie auf HPA® Lanolin reagieren werden. Das Produkt ist hypoallergen. Lansinoh garantiert durch einen aufwändigen Aufreinigungsprozess einen maximalen Gehalt an freien Lanolinalkoholen von nur 1,5 Prozent. Bei diesem strengen, selbst auferlegten Grenzwert treten keine Allergien mehr auf.
Die British Allergy Foundation „Allergy UK“ hat Lansinoh HPA® Lanolin für seine hypoallergene Qualität ausgezeichnet – als einziges Lanolinprodukt überhaupt. Informieren über die Arbeit von Allergy UK können Sie sich hier: www.allergyuk.org
Freie Lanolinalkohole und Rückstände, die sich in der Schafwolle (und damit im Wollfett) befinden, können bei empfindlichen Menschen Allergien auslösen. Der Gehalt an freien Lanolinalkoholen liegt bei nicht gereinigtem Wollwachs zwischen 8 und 12 Prozent.
16. Enthält Lansinoh HPA® Lanolin einen antibakteriellen Wirkstoff?
Nein. Lansinoh HPA® Lanolin besteht zu 100% aus Wollwachs medizinischer Güte. Es enthält keinerlei Wirkstoffe. Allerdings ist das Produkt wasserfrei. In einer wasserfreien Umgebung können Bakterien sehr schlecht wachsen. Daher kann das Produkt helfen das Bakterienwachstum zu unterdrücken. Ein hoch wirksames Antiseptikum ist es jedoch nicht.
17. Wie lange hält Lansinoh HPA® Lanolin?
Das Produkt können Sie nach dem Öffnen noch ein Jahr verwenden, es sei denn das Mindesthaltbarkeitsdatum wird in dieser Zeit bereits überschritten. In diesem Fall könnte es sein, dass das Produkt auch schon früher nicht mehr verwendet werden sollte. Im Tubenfalz ist das Mindesthaltbarkeitsdatum eingestanzt. Verwerfen Sie die Tube, wenn das Lanolin ranzig riecht.
18. Wie kann ich die Reste meiner Lanolintube verwenden, wenn ich keine wunden Brustwarzen mehr habe?
Lansinoh HPA® Lanolin ist eine Wundschutz- und Pflegesalbe und als solche natürlich vielseitig einsetzbar. Bereits seit Tausenden von Jahren nutzen Menschen Lanolin. Weil HPA® Lanolin so rein und zudem hypoallergen ist, wird es bevorzugt für stillende Mütter empfohlen, da es bedenkenlos vom Baby geschluckt werden darf. HPA® Lanolin ist geeignet bei trockenen, aufgesprungenen Lippen, bei Hautabschürfungen, trockener Haut an Ellenbogen oder Fersen, leichten Verbrennungen, im Analbereich sowie bei kleinen Schnittwunden.
Lansinoh HPA® Lanolin bietet zudem Schutz vor Blasen z.B. in Ski- oder Wanderstiefeln (bitte zwei Stunden vorher auf die Füße auftragen) und vor wunden Brustwarzen beim Joggen. Es ist auch geeignet zur Pflege von extrem empfindlicher Haut (Exzeme, Allergien) und bei Neurodermitis.
19. Wo kann ich Lansinoh HPA® Lanolin kaufen?
Lansinoh HPA® Lanolin erhalten Sie in jeder Apotheke. Sollte das Produkt gerade einmal nicht vorrätig sein, kann der Apotheker/die Apothekerin Lansinoh HPA® Lanolin für Sie bestellen. Die Angabe der Pharmazentralnummer (PZN) erleichtert der Apotheke die Bestellung:
Lansinoh HPA® Lanolin – Tube 10g: PZN 247 895 8
Lansinoh HPA® Lanolin – Tube 56g: PZN 285 266 4
Depot-Apotheken in Ihrer Nähe, die Lansinoh-Produkte vorrätig haben, finden Sie auf www.lansinoh.de mithilfe des Such-Tools in der linken Menüleiste.